Folge 024 - Die 8 größten Missverständnisse der Persönlichkeitsentwicklung – und warum sie dich blockieren
Shownotes
Fühlst du dich manchmal erschöpft von Persönlichkeitsentwicklung – obwohl du doch „alles richtig“ machst?
In dieser Folge spreche ich mit dir über die 8 größten Missverständnisse der Persönlichkeitsentwicklung, die dich unbewusst unter Druck setzen, blockieren oder sogar von dir selbst entfernen können.
Diese Folge ist eine Einladung, wieder bei dir anzukommen. Weg vom Funktionieren. Weg vom „Ich muss noch besser werden“. Hin zu mehr Ehrlichkeit, Selbstmitgefühl und echter Verbindung mit dir.
💛 Vielleicht ist genau heute der Moment, in dem du aufhörst, gegen dich zu arbeiten – und anfängst, dich wirklich zu verstehen.
✨ Die 8 größten Missverständnisse der Persönlichkeitsentwicklung:
- Es wird leichter → Nein. Es wird ehrlicher. Und genau darin liegt deine Freiheit.
- Ich muss an mir arbeiten, um „fertig“ zu werden → Du bist nicht kaputt. Du bist jetzt schon vollständig.
- Trigger bedeuten, dass ich versagt habe → Trigger zeigen dir, wo du hinschauen darfst – nicht, dass du falsch bist.
- Bewusst leben heißt, sich immer gut zu fühlen → Wahres Wachstum bedeutet, alles fühlen zu können.
- Ich muss mein altes Ich loswerden → Heilung entsteht durch Integration, nicht durch Ablehnung.
- Ich muss erst heilen, bevor ich leben darf → Dein Leben beginnt jetzt – nicht erst „danach“.
- Verstehen reicht aus → Dein Körper braucht Erfahrung, Integration und Pausen.
- Pausen sind ein Rückschritt → Pausen sind essenziell für dein Nervensystem – und für echte Veränderung.
🌿 Wenn du tiefer gehen möchtest:
👉 Innere Sicherheit verstehen & aufbauen: https://soulful-and-shine.podigee.io/15-folge-012-die-landkarte-der-inneren-sicherheit-warum-sicherheit-in-dir-entsteht 👉 Bonus-Meditation – Finde deinen inneren sicheren Raum: https://soulful-and-shine.podigee.io/17-folge-012-bonusmeditation-finde-den-inneren-und-sicheren-raum-in-dir
✨ Reflexionsfrage für dich: Welches dieser Missverständnisse hat dich am meisten geprägt – und was verändert sich, wenn du es heute loslässt?
Shine on - weil dein Strahlen die Welt braucht! Deine Anna-Lena
Transkript anzeigen
(Transkribiert von TurboScribe. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.)
Hallo du Herz und herzlich Willkommen bei einer neuen Folge SoFullAndShine Eine Reise zurück in dein Herz. Mein Name ist Annalena und ich möchte dich begleiten, dass du in einem Alltag aussteigen kannst, aus dem ständigen Funktionieren, aus dem Gefühl, mir ist gerade alles zu viel und ich weiß nicht mehr, wo der Kopf steht. Ich möchte dir in diesem Podcast einen Raum geben, in dem du einfach mal für den Moment sein kannst, in dem es nicht darum geht, schneller, höher, weiter, besser zu werden, sondern einfach nur dich wieder mit dir zu verbinden und bei dir anzukommen.
Ja, ich habe mir heute ein Thema ausgewählt, das mich auf meinem Weg ganz oft begleitet. Und zwar möchte ich mit dir über die, aus meiner Sicht, acht größten Missverständnisse aus der Persönlichkeitsentwicklung sprechen. Natürlich gibt es hier oder da nochmal ein paar mehr, aber das sind die, die ich jetzt so gefunden hatte, über die ich mir viele Gedanken gemacht habe und die mich auf meinem Weg auch immer wieder begleitet haben.
Denn ich glaube, dass ganz viele Frauen auf dem Weg zu sich selbst sind und an den gewissen Punkten jeder von uns mindestens einmal landen wird. Und was ich dir auf jeden Fall vorher einmal mitgeben möchte, ist, dass das völlig okay ist, wenn du gerade in einem dieser Punkte bist und dir sagst, oh, ups, das trifft mich gerade richtig, weil das was ist, was ich gerade noch nicht integriere. Und das ist absolut okay.
Es geht hier nicht darum, dass wir jetzt etwas falsch gemacht haben und jetzt müssen wir es richtig machen, sondern diese Folge darf dir Bewusstsein schenken, Bewusstheit schenken, um wieder mehr mit dir in Verbindung zu kommen, um dich ein bisschen aufzufangen. Diese Folge darf für dich wie eine liebevolle Umarmung von mir sein. Ja, lass uns gleich mit Punkt eins losreden, denn genau das ist der Punkt.
Es wird nicht leichter, sondern ehrlicher. Viele Menschen denken, oh, wenn ich mit der Persönlichkeitsentwicklung anfange und das und das erreicht habe, dann wird es leichter, dann wird es besser, dann fühle ich mich besser, dann ist alles gut. Und so ist es leider nicht.
Persönlichkeitsentwicklung ist kein geradliniger Weg mit kleinen Hindernissen, die wir bekämpfen. Und irgendwann kommen wir am Ziel an, dass wir ein Schloss sind und wir befreien die Prinzessin in unserem inneren Kern und sind von jetzt an die Königin und leben glücklich bis zum Ende unseres Lebens. Das ist Persönlichkeitsentwicklung nicht, sondern es ist, dass du immer mehr Bewusstsein bekommst.
Du hast immer mehr Dinge, die du neu mit in dein Leben integrieren kannst, die du vielleicht vorher noch gar nicht überdacht hast. Was aber auch dazu führt, dass du viel mehr Wahrnehmung hast, dass du viel mehr Zusammenhänge vielleicht auch verstehst, dass du viel mehr dich verstehst und viel mehr bei dir ankommst. Und das macht es nicht unbedingt leichter, denn je mehr wir Wissen und Erfahren haben und gefühlt haben, desto mehr kommt ja auch mit dazu.
Desto mehr Gefühle betreten uns, desto mehr komme ich mit vielleicht auch Gefühlen, die ich damals nicht zu Ende gefühlt habe, in Kontakt. Und gerade da, das ist herausfordernd. Es ist herausfordernd, von alten Gefühlen wieder eingeholt zu werden und es ist auch herausfordernd, sich mit seinen Gefühlen zu verbinden, zu wissen, es gibt mehr als zwei Gefühle.
Es ist mehr als, heute geht es mir gut oder heute geht es mir schlecht. Dazwischen ist ganz, ganz viel. Mir hat da unheimlich geholfen, meine Gefühle zu benennen.
Und das war ein Prozess. Am Anfang habe ich auch nur sagen können, wie ich es auch gerade bei meinem Sohn merke, ich bin traurig, ich bin wütend oder ich bin glücklich. Aber es gibt noch so viel mehr, noch so viele mehr Gefühle.
Und ich habe da am Anfang tatsächlich mit Gefühlskarten gearbeitet. Also ich hatte eine Liste an Gefühlen an meinem Kühlschrank, habe sie mir durchgeguckt und geguckt. Wie habe ich mich heute eigentlich gefühlt im Laufe des Tages? Aha, ich war vielleicht hilflos, ich war vielleicht entspannt.
Also was für Gefühle gibt es überhaupt, das überhaupt herauszufinden? Und ja, Tag für Tag habe ich dann quasi Gefühle mehr dazu gelernt, aber auch mehr ins Spüren gekommen. Ich weiß zum Beispiel mittlerweile, wie sich Wut in meinem Körper anfühlt. Ich weiß zum Beispiel, wie sich Traurigkeit in meinem Körper anfühlt.
Und ja, das war auch, was ich eben meinte, je mehr Bewusstsein da ist, desto mehr Wahrnehmung ist ja auch da. Und das macht es nicht unbedingt leichter. Und was für mich auch einfach dazu gehört, es ist alles Licht und Schatten.
Das heißt, ja, ich habe die negativen Dinge zuerst benannt, gleichzeitig gab es da auch schon positive Dinge. Denn unser Gehirn fokussiert sich zehnmal stärker darauf, was negativ ist, als darauf, was positiv ist. Das war noch vor allem in uns verankert durch das Sicherheitsempfinden unseres Körpers, weil unser Körper permanent damit beschäftigt ist, unser Nervensystem uns in Sicherheit zu wiegen.
Und ja, daraus zu kommen mit, aha, heute war das, aber okay, da gab es auch eine andere Seite. Es gab auch positive Momente. Es gibt auch positive Gefühle, die ich benennen kann.
Das war für mich auf jeden Fall ein großer Gamechanger. Ja, aber auch gleichzeitig eines der größten Missverständnisse. Nein, es wird einfach nicht leichter.
Du wirst bewusster, du wirst immer ehrlicher zu dir. Und das ist das, was es bringt. Du kannst dich immer mehr mit dir verbinden.
Und durch dieses Bewusstsein, durch dieses Mehr an Wahrnehmung hast du die Möglichkeit hinzu, zu den negativen Sachen, zu dem Schmerz, der in deinem Leben ist, auch das Positive mehr zu sehen, mehr entdecken zu können, mehr leben zu können. Punkt 2 der Missverständnisse über Persönlichkeitsentwicklung und die dich unnötig blockieren ist, ich muss an mir arbeiten, um fertig zu werden. Nein, auch hier, du musst nicht fertig werden.
Du bist schon fertig. Du hast alles in dir. Und manchmal ist da eine Blockade, dass du darauf nicht zugreifen kannst.
Aber du musst an dir nichts reparieren. Es gibt kein Ziel, das du erreichen kannst. Es ist alles jetzt schon da.
Du bist jetzt schon vollständig. Wachstum ist für mich eher wie in Phasen. Es kommt wie in Wellen.
Du bist eine Welle mit einem Thema, das dich überrollt. Und diese Welle ist manchmal sehr hoch und dann flacht sie irgendwann wieder ab. Und irgendwann kann es sein, dass die Welle sich wieder aufbauscht und wieder abraucht.
Das ist Wachstum für mich. Die Wellen sind ständig in Bewegung. Es ist nicht, dass die Wellen auf einmal aufhören und dann ist das Meer still und dann hast du alles geschafft.
Es gibt kein Ziel, das du jemals erreichen kannst. Du wirst nie fertig sein. Ich glaube nicht, dass das Leben, das uns geschenkt wird, ausreichen würde, um all unsere Themen zu erheilen.
Und das muss es auch gar nicht. Es muss nicht sein, dass wir jetzt schon alle unsere Themen anschauen. Das ist überhaupt nicht notwendig.
Denn Leben passiert im Jetzt und nicht im Wenn ich was erreicht habe, weil du ja schon vollständig bist. Und weil dieses Thema mich selbst persönlich so beschäftigt hat und weil ich finde, dass dieses Thema riesengroß ist, habe ich dazu nochmal extra eine Podcast-Folge aufgenommen, die ich dir nach dieser Folge veröffentlichen werde. Also sei gespannt.
Trigger bedeuten nicht, dass du versagt hast. Finde ich auch super, super wichtig. Denn Trigger ist nichts, was wir vermeiden können.
Ich habe mich da auch ein bisschen dran verrannt und dachte, wenn ich nur genug an mir arbeite, wenn ich nur genug diese Themen anschaue, dann kommen keine Trigger mehr. Das ist aber leider nicht, wie es funktioniert, denn Trigger sind immer da. Wir können ihnen nicht ausweichen.
Das Einzige, was sich darum ändern kann, ist, wie wir mit diesen Triggern umgehen. Und das ist auch was, was ich dir mitgeben möchte, falls du vielleicht auch Angst hast, dass du andere triggern könntest. Auch das wirst du nie vermeiden können.
Du wirst nie vermeiden können, dass das, was du sagst, jemand anderen emotional mitnimmt. Das ist nicht deine Verantwortung. Denn die Verantwortung für unsere Trigger können nur wir selbst übernehmen.
Was dir mit deinen Triggern in erster Linie helfen kann, dieser Punkt soll jetzt auch gar nicht darauf abziehen, dass wir die Trigger lösen müssen, sondern das, was die Essenz für mich von Triggern auf jeden Fall geworden ist, ist, okay, hier ist gerade etwas, was mich blockiert. Das heißt, ich darf erst gucken, dass ich wieder in die Sicherheit in mir komme. Das kann ich bei mir persönlich zum Beispiel tun, wenn ich mich zurückziehe, wenn ich absolut in die Pause gehe, wenn ich mich nicht stetig und ständig in diesem Thema verbeiße.
Ja, es ist so, wir können den Triggern nicht aus dem Weg gehen. Trigger sind immer da. Wir werden es nicht schaffen.
Es geht auch in den vorherigen Punkt mit rein. Wir werden es nicht schaffen, uns jemals so zu heilen, dass alle Trigger weg sind. Und das ist auch nicht, was passieren muss.
Ja, was du in dem Moment machen kannst, ist tatsächlich einfach zu gucken, wie du reflektierst und dir wirklich die Regeneration, die Pausen gönnst, um wirklich wieder bei dir anzukommen, in die Sicherheit zu gehen. Und mit reflektieren meine ich nicht, das und das muss besser werden und das und das braucht es, um das Problem zu lösen, sondern mit reflektieren meine ich, ist das die Art und Weise, wie ich durch mein Leben gehen möchte? Oder gibt es vielleicht zukünftig andere Wege, wie ich das schaffen kann? Und das kann ich halt auch erst schaffen, wenn ich bei mir angekommen bin. Wenn ich einerseits nicht mehr mich als Opfer der Umstände benenne, andererseits mich aber auch nicht komplett für alles und jeden verantwortlich mache.
Und das schaffe ich nur, wenn ich wirklich bei mir ankomme, wenn ich wirklich in meine eigene Sicherheit komme. Und das ist für mich auch mit der allerschwerste Teil. Und der Teil, den ich gerade so lernen darf, immer wieder bei mir anzukommen, immer wieder zu schaffen, wo schaffe ich Räume, wo ich in mir sicher bin.
Denn Sicherheit im Außen ist nur eine Illusion. Ich kann mich nur sicher fühlen, wenn ich mich in mir sicher fühle. Dazu habe ich dir auch schon eine Podcast-Folge mit einer Bonus-Meditation aufgenommen.
Also wenn du Lust hast, schau da nochmal gerne rein. Aber ansonsten bleibe ich dabei. Trigger können mir leider nicht aus dem Weg gehen.
Es wird immer auf unserem Weg sein, dass uns Trigger begleiten und wir Trigger sehen. Punkt 4 ist, bewusst leben heißt nicht, dass wir uns immer gut fühlen. Es geht niemals darum, in der Persönlichkeit zu entwickeln, dass du dich immer gut fühlst.
Ich glaube, es schwingt halt so oft mit, weil natürlich die Heilung von gewissen Themen manchmal doch schon viel Leichtigkeit bringt. Nur wir werden es nicht schaffen, dass wir rund um die Uhr glücklich sind. Und wenn du rund um die Uhr glücklich wärst, würde dich das ja auch irgendwann langweilen.
Es ist wirklich zu akzeptieren, zu lernen, dass es genauso viele herausfordernde, schwierige, vielleicht auch langweilige Zeiten in unserem Leben gibt, um dann die Glücklichen noch ein bisschen höher, noch ein bisschen mehr wert zu schätzen. Es gibt eine Coaching-Übung, wo man die besonderen Ereignisse aus seinem Leben aufschreibt auf eine Lebenslinie. Die Übung habe ich gemacht.
Was für mich ganz klar herausgestochen ist, dass es immer ein Auf und Ab war. Es gab natürlich Momente, wo das Ab viel tiefer lag und wo das Auf viel höher lag. Manchmal war die Schwingung immer sehr gleichbleibend.
Also die Phasen in deinem Leben. Dein Leben läuft nicht linear. Du hast gute Zeiten, du hast schlechte Zeiten.
Und das werden wir nie vermeiden können. Und du musst dich auch nicht rund um die Uhr gut fühlen. Und es ist auch nicht, dass du erleuchtet bist, wenn du dich rund um die Uhr gut fühlst.
Das wird nicht passieren. Das ist nur am Ende ein Kampf, den du nicht gewinnen kannst. Und ich glaube, dass vor allem auch darin die Stärke besteht, ins Fühlen zu kommen.
Auch die negativen Gefühle. Ich finde, Gefühle an sich sind nicht negativ. Aber die Gefühle, die sich für dich schwer anfühlen, zu fühlen.
Auch das kann unendlich befreiend sein, unendlich viel Kraft geben. Und ich finde zum Beispiel auch, Wut kann einem so viel Power geben, Dinge zu verändern zu wollen. Wut ist so ein toller Antreiber.
Natürlich kann es sein, dass die Wut dich innerlich zerfrisst, dass es dir manchmal zu viel ist. Auch da schwingen ganz viele andere Gefühle dann noch mit rein. Aber der Wut auch wirklich Ausdruck zu verleihen, der Wut Raum zu lassen.
Und so ist es mit jedem anderen Gefühl, kann dir auch unendlich viel Power geben. Und unheimlich dabei helfen, ein Leben so zu gestalten, wie es sich für dich stimmig anfühlt. Dass du dich mit dir und deinem Leben wirklich stimmig anfühlst.
Und das ist auch so, was ich dir hier noch sagen möchte. Jedes Gefühl hat zwei Seiten. Jedes Gefühl kann dir dienlich sein und dir manchmal als Blockade im Weg stehen.
Kein Gefühl ist schlecht oder gut. Traurigkeit darf genauso seinen Raum haben, wie das Glücklichsein. Ich finde das super wichtig.
Und als ich das verstanden habe, hat sich für mich auch so viel erleichtert. Denn ich persönlich habe auch viele Räume gehabt in meinem Leben, zum Beispiel bei der Arbeit, wo ich dachte, ich darf immer nur glücklich sein. Ich darf nicht schlecht gelaunt zur Arbeit kommen.
Weil was denken denn die Kollegen? Und das kann ich ja nicht sein. Ich würde ja das Arbeitsklima schaden. Aber ich finde es, je mehr ich dann in meine Gefühlswelt eingetaucht bin, desto mehr konnte ich da auch in die Verantwortung zu gehen.
Zum Beispiel mal wütend zu sein. Aber in der Form wütend zu sein, dass ich andere damit nicht schade. Dass ich andere dann nicht anschreie.
Und das ist nicht das Ziel, dass das alles perfekt laufen muss. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, ich habe mich in meiner Wut auch immer besser gefühlt. Weil ich wusste, hier habe ich jetzt Räume, wo ich das rauslassen kann.
Oder ich darf mal meckern, ohne dass mir was passiert. Finde ich super, super wertvoll. Ja.
Nein. Nein, einfach nein. Alles in dir darf sein.
Alles in dir hat dich. Alles, was dir bisher passiert ist, hat dich heute genau an diesen Punkt gebracht, wo du jetzt bist. Und an diesem Punkt, wo du jetzt bist, hast du bestimmt auch Sachen, auf die du unendlich stolz bist.
Die dich wirklich glücklich machen und erfüllen. Und ja, ich finde, ich habe gemerkt, je mehr ich aus diesen Anteilen von mir früher integriert habe, je mehr ich da Liebe hingeschickt habe, desto näher komme ich mir jetzt selbst. Desto näher kann ich auf mich hören, meine Gefühle sehen.
Desto näher hat sich mein innerer Dialog geändert. Denn früher war mein innerer Dialog sehr selbst zerstörend, tatsächlich. Aber je mehr ich in dieses Bewusstsein gekommen bin, dass ich verstanden habe, warum habe ich mich vielleicht früher so verhalten, wo kommt der Schmerz eigentlich her.
Und ich glaube nicht, dass wir das immer wissen müssen. Nur je mehr ich es akzeptiert habe und akzeptiert habe, dass es okay war, dass ich diese Erfahrung gemacht habe, desto mehr habe ich diesen inneren Dialog auch für mich wandeln können. Desto mehr habe ich da Kraft für mich rausgebracht.
Und ich will gar nicht sagen, dass mein innerer Dialog jetzt nicht mehr selbst zerstörend ist. Ich habe auch viele Phasen, wo ich einfach fies in meinem Kopf zu mir bin. Und das ist gemein und ich finde das richtig doof.
Aber ich habe integriert, dass ich auch Phasen habe, wo ich liebevoll zu mir bin. Wo ich mir Selbstverständnis und Mitgefühl gebe. Und das ist einfach was, was ich dadurch gewonnen habe.
Ja, weil ich angefangen habe, meine Vergangenheit zu integrieren, anstatt sie dauerhaft abzulehnen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich hatte früher, bevor ich auf den Weg der Persönlichkeitsentwicklung gegangen bin, oft das Gefühl, ich wäre falsch und ich habe das falsch gemacht und ich habe Dinge wirklich bereut. Heute würde ich tatsächlich sagen, dass ich nichts in meinem Leben bereue.
Ich würde natürlich, wäre ich jetzt in der Situation, andere Entscheidungen treffen. Keine Frage. Gleichzeitig würde es diesen Podcast nicht geben.
Ich würde nicht in diesem Haus sitzen. Ich hätte meine Familie so nicht gegründet. Und das sind alles Sachen, die ich um keinen Preis in der Welt wieder loslassen möchte.
Und ja, der ganze Schmerz, der da war, aber auch die tollen Sachen haben mich hierher gebracht. Und dieses Wissen, dass ich es ja auch nicht verändern kann. Meine Vergangenheit ist ja fest.
Ich kann meine Vergangenheit jetzt nicht mehr ändern. Ich kann sie nicht wegzaubern. Ich kann sie nicht mehr anders zaubern.
Aber ich habe gelernt, sie zu akzeptieren. Und das heißt übrigens auch nicht, dass ich alles aus meiner Vergangenheit jetzt toll finde. Nein, es gibt Sachen, die finde ich richtig, richtig doof.
Es gibt Sachen, da hadere ich jetzt noch mit mir. Es gibt Sachen, die haben mir unendlich wehgetan. Und dennoch habe ich heute das Wissen, ich darf hier sein.
Und es ist alles gut, so wie es ist. Denn auch da sind wir wieder bei den zwei Eigenschaften. Die Sachen, das war das, was ich für mich rausziehen konnte.
Die Sachen hatten, oder diese Ereignisse hatten negative Sachen. Also ja wahrscheinlich auch viel Traurigkeit, viel Wut, die ich gespürt habe. Gleichzeitig hatten sie auch immer etwas, was ich da noch mit rausziehen konnte.
Und manchmal hat das wirklich lange gebraucht, bis ich die Sense davon, das, was mich da aus dieser Situation stärken kann, für mich rausgezogen habe. Ich will nicht sagen, dass ich in den schlechten, schlimmen Momenten in meinem Leben war und gedacht habe, ach guck mal, jetzt ist hier ein Geschenk für mich, das nehme ich mit. Auf gar keinen Fall.
Viele Dinge konnte ich auch jetzt erst, Jahrzehnte später sehen. Aber es hat sich auf jeden Fall dadurch, dass ich es integriert habe, dass ich es nicht mehr in der ablehnenden Haltung bin, so viel verändert. Und vor allem, wie gesagt, mein innerer Dialog zu mir selbst.
Punkt 6 ist, ich muss erst heilen, bevor ich leben darf. Nö, einfach nö. Du musst dich teilen.
Du bist jetzt schon richtig, wie du bist. Habe ich dir ja vorhin schon gesagt, nehme ich noch eine andere Podcast-Folge für auf. Gleichzeitig darfst du jetzt leben.
Du darfst dir in deinem Leben jetzt schon Freude integrieren. Ich glaube, das beste Beispiel hierfür sind ja wir Deutschen, wie wir unseren Urlaub planen. Ich glaube, die Realität ist leider, dass wir oft daran strugglen, dass wir das ganze Jahr auf der Arbeit durchhalten, nur um im nächsten Urlaub zu landen.
Und unser Urlaub sollte nicht nur der Höhepunkt unseres Lebens sein, unseres Jahres sein. Sondern gibt es Dinge in deinem Leben, wo du dir Freude in deinen Alltag bringen kannst? Wo du dir Freude auch in Zeiten bringen kannst, die vielleicht nicht einfach sind? Wo du, wenn du weißt, diese Woche wird richtig, richtig stressig für mich. Ich habe kaum Zeit für mich.
Gibt es was, wo du dir hier Freude hinterlegen kannst? Ja, was würde dir denn Freude bringen, wo du sagst, das bringt mir gerade richtig Freude? Sei es, dass du dir einen Tag Essen bestellst, weil es dir Leichtigkeit bringt und Stress abnimmt. Sei es, dass du dir einen Spaziergang gönnst, nachdem es so stressig war. Wo du einfach Zeit für dich hast.
Sei es, dass du dir ein Buch schnappst, das gut ist. Ja, was könnte dir in dem Moment Freude bringen? Was könnte dir jetzt schon mehr Freude in deinen Alltag bringen? Auch wenn es gerade schwer ist. Sei es, dass du dich mal wieder mit einer Freundin verabredest.
Oder an einen Ort fährst, der dir Kraft schenkt. Ich habe das in den Raunechten gemerkt. Letztes Jahr war das erste Jahr, wo ich wirklich mehr Räume geschaffen habe, die mir Kraft bringen.
Und ich habe, als ich das Jahr reflektiert habe, so gemerkt, wow, gerade Frauenkreise ist was, was mir unendlich viel Freude und Kraft in den Alltag bringt. Ans Meer zu fahren, wir haben es von hier aus nicht weit. Das ist etwas, was mich so erfüllt und mir Kraft gibt.
Deshalb habe ich dieses Jahr geplant, noch mehr ans Meer zu fahren. Ich liebe es, im Garten auf meiner Bank in der Sonne zu sitzen und einen Kaffee zu trinken. Das sind so Mikro-Momente im Alltag.
Aber die bringen mir unendlich viel Freude und damit auch mehr Kraft. Und natürlich kann so nicht jedes Mal ein Besuch ans Meer planen. Aber es gibt Dinge im Alltag, die wir machen können, die uns Energie geben.
Für mich ist es definitiv, dass ich mehr tanzen möchte. Was ich auch schon wirklich gut geschafft habe, dass ich mir mehr, vielleicht auch visuell schöne Sachen mitbringe. Ich habe mir zum Beispiel letztens ein neues Poster gekauft.
Wenn ich das ansehe, freue ich mich richtig. Vielleicht eine schöne Blume, dass du dir mal einen schönen Blumenstrauß wieder in die Wohnung stellst. Dinge, die dir wirklich Freude bringen und die du jetzt schon integrieren kannst.
Und nicht erst, wenn du etwas erreicht hast. Du darfst jetzt schon glücklich sein. Du darfst jederzeit glücklich sein.
Und du darfst dich auch immer wieder entscheiden, jetzt in bessere Stimmung zu kommen. Punkt sieben ist, verstehen reicht nicht. Dein Körper braucht auch Integration und Pausen.
Ich bin der Meinung, du kannst noch so viele Bücher auf der Welt lesen. Du könntest sie alle lesen, aber es ändert sich nichts, wenn du es nicht durchführt hast. Und du kannst auch nicht jede Erfahrung sofort in deinem Leben machen.
Also auch das ist wieder ein Prozess. Es zieht sich hin, es dauert. Ich habe ganz viele Sachen, die ich schon tausendmal vorher gehört habe.
Und erst, wenn ich sie durchgeführt habe, denke ich mir, ja, gibt Sinn. Und dann kann auch erst die Veränderung eintreten. Und dir auch hier zu erlauben, es darf Zeit brauchen.
Du musst nichts jetzt erreichen. Es geht immer darum, du darfst ins Bewusstsein kommen. Du darfst ins Bewusstsein kommen, dass du jetzt gerade genug bist.
Dass es gerade nichts zu ändern gibt. Natürlich kannst du Bücher lesen, Podcasts hören. Ich finde das selber unendlich wertvoll.
Und manchmal kriege ich genau den Impuls, den ich in dem Moment brauche. Und ich bin sowieso dafür, dass gute Bücher dein ganzes Leben bereichern können. Gleichzeitig wird dir das ganze Wissen nichts verändern, wenn du es nicht durchführt hast.
Wenn dein Körper diese Erfahrung nicht machen durfte. Denn genau das ist das, was unser Körper braucht, um nachhaltig in die Veränderung zu kommen. Wenn er es einmal gefühlt hat.
Denn dein Nervensystem braucht ja auch eine gewisse Balance. Das heißt, wir stecken oft darin fest, dass wir die ganze Zeit im Tun und Machen sind. Und unsere Aktivität hier oben liegt.
Gleichzeitig brauchen wir auch mehr Entspannung. Das heißt aber nicht, dass wir uns von nun an nur noch entspannen müssen und dann wird alles gut. Unser Nervensystem braucht auch eine gewisse Balance.
Unser Nervensystem braucht es, dass wir in Aktivität sind und uns danach wieder um uns kümmern. Und wenn wir jetzt wissen, diese Woche war ultra viel Stress, dass wir uns bewusst Zeit nehmen, wo wir runterfahren können, wo wir uns entspannen können. Wenn ich jetzt aber auch weiß, dass ich eine Woche lang nur zu Hause lag und mich regeneriert habe, dann darf ich auch wieder Aktivität in mein Leben bringen.
Aktivität heißt vielleicht rausgehen, Bewegung. Unser Körper braucht Bewegung. Unser Körper darf auf dieser ganzen Reise so sehr mitgenommen werden.
Also verstehen reicht nicht. Dein Körper braucht die Balance. Dein Körper braucht es, die Erfahrung zu machen.
Und dein Körper wird die Erfahrung machen. Und Dinge wirst du, du denkst, du hast sie verstanden und zehn Jahre später denkst du dir, ah, ups, jetzt habe ich es erst richtig verstanden. Und das ist völlig okay so.
Also nur Wissen alleine reicht nicht aus. Wissen alleine wird nicht alles verändern. Und Punkt 8 ist, Pausen sind kein Rückschritt.
Boah, durfte ich letztes Jahr so krass lernen. Darf ich immer noch lernen, denn ich bin auch kein Pausenprofi. Aber ich versuche wirklich, das immer mehr umzusetzen.
Denn was ich eben schon sagte, dein Nervensystem braucht eine Balance zwischen Aktivierung und ganz oft stecken wir einfach in dieser Daueranspannung fest und vergessen diese Pausen. Und diese Pausen haben für mich so viel verändert, als ich in die Mikropausen gegangen bin, in meinem Alltag geguckt habe, wo kann ich wirklich Mikropausen machen. Und ich versuche gerade wirklich das so sehr zu ändern, damit es nachhaltig langfristig ist.
Denn in meinem Leben bringt es mir nichts, wenn ich ausgebrannt bin. Und im ausgebrannten Zustand bin ich auch nicht in der Lage, mich um meine Familie zu kümmern, Energie für irgendwas aufzubringen, sondern im ausgebrannten Zustand mache ich nur noch Schadensbegrenzung. Und ich glaube, dass wir gerade in dieser leistungsorientierten Gesellschaft so, so schnell an diesen Punkt kommen.
Gerade Frauen, gerade Mütter, die so viel in ihrem Alltag zu bewerkstelligen haben, die so viele strukturelle Probleme noch mit auf ihren Schultern zu lasten haben, die einfach so eine Last mitzutragen haben. Und gleichzeitig wird keiner kommen, der sagt, ich kümmere mich jetzt darum, dass es dir besser geht. Das ist leider so, dass nur wir das können.
Und deshalb ist es so, so, so wichtig, dass wir gucken, wie können wir denn jetzt hier Mikropausen in unseren Alltag bringen. Wo können wir kleine Stops machen, die uns wieder zu uns zurückbringen, uns aus diesem Funktionieren aussteigen zu lassen und wieder in die Verbindung zu kommen. Und für mich sind das wichtigste Tool überhaupt, um wieder bei sich anzukommen, ist der Atem.
Der Atem ist dein Lebenselixier und damit auch der beste Weg, wieder zurück in deinen Körper zu kommen. Das ist das, was ich für mich gelernt habe und wo ich aber auch gerade mitten im Prozess bin. Also ich glaube, es ist auch bei so vielen Frauen und so vielen bei uns so, dass wir es wirklich wieder lernen müssen, Pausen zu integrieren.
Und Pausen müssen nicht lange sein. Eine Pause muss nicht eine halbe Stunde, Stunde wie auf der Arbeit sein, sondern Pause kann wirklich eine Minute lang sein. Eine Minute, wenn du nach Hause kommst.
Eine Minute bewusst zu atmen. Eine Minute bewusst jemanden zu umarmen. Eine Minute die Augen zu schließen und nichts zu machen.
Und ich glaube, das ist in unserem Alltag schon richtig, richtig krass. So, wir sind am Ende der Folge angekommen. Ich sage dir nochmal die Punkte.
Ja, bin gespannt, was du sagst. Hast du vielleicht noch ein großes Missverständnis, wo du sagst, das ist eins der größten Missverständnisse über Persönlichkeitsentwicklung, das dich selber beschäftigt. Punkt eins der Dinge, die ich in meinem Weg für mich rausgefunden habe, ist, es wird nicht leichter, sondern ehrlicher.
Punkt zwei ist, ich muss an mir arbeiten, um fertig zu werden. Punkt drei, Träger bedeuten nicht, dass ich versagt habe. Punkt vier, bewusst leben heißt nicht unbedingt, sich gut zu fühlen.
Punkt fünf, du musst dein altes Ich ab jetzt loswerden. Punkt sechs, ich muss erst heilen, bevor ich leben darf. Punkt sieben war, verstehen alleine reicht nicht, dein Körper braucht die Balance.
Und Punkt acht, eine Pause ist kein Rückschritt. Ja, wie gesagt, ich hatte es vorhin schon mal angekündigt, es gab einen Punkt, der mich persönlich sehr beschäftigt hat und das war der Punkt, dass es nie darum geht, dass wir irgendwo ankommen, dass wir uns heilen müssen, dass wir einfach jetzt schon genug sind. Und weil das so ein großes Thema für mich ist, habe ich dir hierfür nochmal eine gesonderte Podcast-Folge aufgenommen, die in zwei Wochen erscheint.
Ansonsten, ja, kannst du ja nochmal diesen Moment nutzen und für dich einchecken, um zu gucken, welcher der Missverständnisse gerade vielleicht eine Blockade für dich. Und ja, ich schicke dir ganz viel Liebe. Ich schicke dir eine ganz große Umarmung.
Ich freue mich so, dass du heute hier warst und wir hören uns beim nächsten Mal. Bis dann, shine on, weil dein Strahlen die Welt braucht. Deine Annalena.
(Transkribiert von TurboScribe. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.)
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