Folge 008 - Verstehen ohne dich zu verlieren - wie Empathie echte Nähe schafft

Shownotes

In dieser Folge spreche ich darüber,

💛 worin sich Empathie und Mitgefühl wirklich unterscheiden, 💛 warum Selbstempathie die Basis für jede echte Verbindung ist, 💛 und wie du mit den 4 Schritten der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) herauskommst aus „Ich verstehe dich, aber…“ – hin zu echtem Verstehen und Tiefe.

Diese Folge ist für dich, wenn du:

dich in den Gefühlen anderer schnell verlierst

dich nach Verbindung sehnst, aber oft nicht gehört oder verstanden fühlst

lernen möchtest, bei dir zu bleiben – mit offenem Herzen


🔗 Verbindungen entstehen nicht durch Erklärungen – sondern durch wahrhaftiges Verstehen.

Lass uns gemeinsam neue Wege der Kommunikation gehen.

💌 Dein nächster Schritt:

Wenn dich die Folge inspiriert hat, 📩 teile sie gern mit einem Menschen, der gerade genau das hören muss ⭐ und hinterlasse mir eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts – damit noch mehr Menschen ihre innere Stimme wiederfinden.


Du möchtest tiefer einsteigen oder hast Fragen? 👉 Schreib mir auf Instagram https://www.instagram.com/annalenakater_soulfulandshine/

Ich freu mich auf den Austausch mit dir! Von Herz zu Herz, Anni

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo du Herzensmensch und herzlich Willkommen in dieser neuen Folge von Soful and Shine.

00:00:06: Ich hoffe es geht dir heute richtig, richtig gut und du hast einen wunderschönen Start

00:00:12: in diese neue Woche und ja, ich freue mich jetzt auf jeden Fall auf die Zeit, die wir

00:00:18: jetzt gemeinsam haben, die nächsten Roundabout 20 Minuten und mich hat in den letzten Tagen

00:00:26: und Wochen ein Thema wieder sehr beschäftigt und zwar geht es um mein Thema oder ein Thema,

00:00:32: was mich sehr wegt, Empathie und ja, ich durfte mich nochmal und wieder und wieder damit auseinandersetzen,

00:00:43: was der gelebte Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl ist und ja, ich habe mir da ganz viel

00:00:52: zusammengesucht und dachte ja, das heute der richtige Moment ist, in dem ich das super gerne mit dir

00:00:59: teilen möchte. Ich würde dich aber vorher gerne so ein bisschen auf meine Reise mitnehmen, warum

00:01:05: Empathie. Als ich diesen Podcast gegründet habe oder mir die Idee zum Podcast kam, habe ich sehr

00:01:15: lange überlegt und ich habe ganz oft dieses Gefühl, dass diese Welt einfach viel mehr Liebe braucht.

00:01:22: Wir müssen anfangen, wieder in unsere Liebe zu kommen, ins Mitgefühl zu kommen, aufhören,

00:01:27: andere Menschen dauernd zu verurteilen und ja, statt Hass Liebe zu wählen und ein Pool oder eine

00:01:38: Sache, die uns dabei unheimlich hilft, ist Empathie. Dieses Gefühl "verstehen und verstanden

00:01:45: werden" ist, also das ist einer meiner Leitsätze, die ich mir fürs Leben mitgenommen habe. Ich möchte

00:01:52: verstehen, was in der Person vorgeht und gleichzeitig möchte ich aber auch verstanden werden. Und ich

00:02:00: hatte letztes Jahr eine Situation, wo mich das sehr, sehr, sehr stark beschäftigt hat und zwar haben wir

00:02:07: in der Ausbildung, ich glaube, ich habe das schon mal erzählt, aber ich möchte dich gerne da noch mal

00:02:12: mit abholen. Wir haben das Thema in der Ausbildung zum Spiritual Life Coach behandelt. Was sind eigentlich

00:02:18: unsere eigenen Stärken und Schwächen? Und es gab da eine ganz tolle Übung, die wir machen konnten und

00:02:24: zwar einmal zusammen sammeln, was denn überhaupt unsere Stärken sind, weil wir wissen ganz oft,

00:02:30: was unsere Schwächen eigentlich sind, aber was unsere Stärken sind, da müssen wir dann länger

00:02:35: überlegen. Und die Übung bestand darin, dass wir dann an Freunde und engere Freunde und vielleicht

00:02:43: auch Familien Nachricht schicken und die fragen, hey, was würdest du eigentlich sagen? Was sind

00:02:48: meine Stärken? Und ich habe mich das dann getraut, das fiel mir tatsächlich gar nicht so einfach,

00:02:54: andere Menschen anzusprechen und zu sagen, hey, was denkst du eigentlich, was meine Stärke ist? Aber

00:03:00: ich habe dann da eine ganz liebe Nachricht verfasst und war vor allem total überrascht, was dann

00:03:06: passiert ist, weil ich nicht damit gerechnet habe, was für tolle Antworten ich zurückbekomme und

00:03:14: auch vor allem, was für wertschätzende Antworten ich darauf zurückbekomme. Und schon allein deshalb

00:03:20: kann ich dir empfehlen, diese Übung einmal für dich zu machen. Frag andere Menschen, was sie denken,

00:03:26: was deine Stärken sind, was dich als Person ausmacht. Und ja, ich habe dann die Antworten

00:03:32: bekommen und war auch total überrascht, weil so viele Antworten so ähnlich sind. Also bei

00:03:38: mir war es im Kern meistens die gleiche Aussage und zwar, dass die Menschen in meinem Umfeld gesagt

00:03:45: haben, sie halten mich für einen sehr empathischen Mensch und schätzen total, dass ich für sie da

00:03:50: bin, dass ich zuhöre und sie haben das Gefühl, dass ich sie verstehe. Und in dem Moment war das aber

00:03:59: für mich gleichzeitig auch so, hey, wieso ist das jetzt so? Weil ich in dem Moment gerade in meinem

00:04:07: Leben eine große Herausforderung mit der Empathie hatte. Die Empathie stand mir nämlich auch im

00:04:14: gleichen Moment so doll im Weg und ich habe mich so mies dadurch gefühlt, weil ich eben anderen

00:04:21: Menschen auf zuhöre und auch das Gefühl geben möchte, hey, ich verstehe dich, ich weiß,

00:04:27: dass gerade in dir vorgeht und gleichzeitig habe ich aber da vollkommen meine Grenzen überschätzt

00:04:33: und ja, habe mich von diesen Gefühlen so mitreißen lassen und habe so viel davon selber gefühlt.

00:04:41: Und es ist ja immer so im Leben, wenn du dich mit Dingen beschäftigst im Innenen,

00:04:48: dann gibt dir das Leben im Außen natürlich auch dein Spiegel von der inneren Welt vor beziehungsweise,

00:04:55: ja, das was dich im Innenen beschäftigt wird im Außen sichtbar gemacht. Das hat einerseits damit

00:05:03: zu tun, dass wir bestimmte Glaubenssätze und Erfahrungen unserem Leben gemacht haben und wir

00:05:12: das dann im Außen, wenn wir uns darauf konzentrieren, einmal wieder sehen. Es wird gespiegelt, es wird

00:05:17: für uns nochmal deutlich gemacht. Eine Einladung quasi vom Universum, hey, du hast hier gerade

00:05:22: ein Thema. Wenn du Lust hast, dann schau da doch gerne hin. Andererseits hat das aber auch mit unserem

00:05:29: Arasnerv zu tun, der für uns wie ein Filter agiert. Der Filter hat genau, was wichtig ist,

00:05:37: dann Eindrücken, die wir aufnehmen und was nicht. Und dieser Filter basiert eben aufgrund der

00:05:42: Erfahrungen und Glaubenssätze, die wir in der Vergangenheit gemacht haben. Und dieser Filter

00:05:46: ist so, so, so toll, weil er uns natürlich davor beschützt, dass wir komplett überreizt sind und

00:05:53: viel zu viele Eindrücke nicht bearbeiten können. Gleichzeitig ist dieser Filter natürlich auch in

00:05:59: der Weise eingeschränkt, dass er auf Basis der Dinge funktioniert, was wir halt für Erfahrungen

00:06:04: in der Vergangenheit gemacht haben. Sprich, er funktioniert zwar immer für uns, weil er ja

00:06:10: auch ein Schutzmechanismus für uns ist. Gleichzeitig müssen die Erfahrungen, die wir damals gemacht

00:06:15: haben, ja nicht immer positiv sein. Auf jeden Fall haben wir diesen tollen Filter, der uns ja dann

00:06:22: auch nur Dinge rübergibt in unser Gehirn, die wir für wichtig halten. Vielleicht kennst du das

00:06:29: auch, du bist auf der Suche nach dem Auto und sagst dir, oh, den BMW wollte ich schon immer haben,

00:06:34: in der Farbe und genau der Marke. Und vorher hast du dieses Auto nirgends vorgesehen und kaum

00:06:40: hast du das ausgesprochen und guckst nach diesem Auto, hast du das Gefühl, dass dieses Auto einfach

00:06:45: permanent rumt um die Uhr, um dich auftaucht oder, ja, als ich schwanger geworden bin, hatte ich

00:06:52: das auch. Ich hatte das Gefühl, nie schwangere zu sehen und kaum in die Schwanger geworden,

00:06:56: habe ich auf der Straße nur noch schwangere gesehen. Und das ist das, was dieser Filter

00:07:02: tatsächlich dann bei uns auch ausmacht und wie wir im Außen leben können. Und genau und aufgrund

00:07:11: dieses Filters und der Glaubenssatz und Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben,

00:07:14: sehen wir halt auch im Außen oft das, was uns gerade im Inneren beschäftigt, sei es bestimmte

00:07:19: Themen. Manchmal hängt es aber auch mit der Grundstimmung zusammen, die wir gerade haben.

00:07:24: Und ich persönlich sehe das für mich als Einladung, diese Themen anzunehmen, zu sehen,

00:07:30: auch nicht immer, denn wir müssen ja auch immer gar nicht überall was verändern. Und gleichzeitig,

00:07:36: ja, sonst ist halt Dinge, die uns beschäftigen und so war es mit der Empathie auch. Einerseits

00:07:41: dieser Struggle, die ich hatte, dass ich das Gefühl hatte, oh Gott, das ist einfach zu viel,

00:07:48: was ich gerade fühle. Ich kann mich davon nicht abgrenzen. Ich habe das Gefühl, alle erzählen

00:07:53: mir ihre Sorgen, aber ich bleibe total auf der Strecke. Und gleichzeitig wurde mir dann aber von

00:07:58: ganz liebem tollen Menschen gesagt, hey, das ist deine größte Stärke. Und ich war dann im

00:08:03: ersten Moment so, ja, was fange ich denn jetzt damit an? Was mache ich denn jetzt damit? Und da

00:08:08: bin ich tatsächlich in die Recherche gegangen und habe mich Stück für Stück um ein bisschen

00:08:12: mehr schlau gemacht und bin dann auf den Unterschied gestoßen zwischen Empathie und

00:08:19: Mitgefühl. Und vorher war mir das gar nicht so bewusst, aber es gibt tatsächlich einen klaren

00:08:25: und feinen Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl. Und ja, auch wie wir trotzdem in dieser

00:08:34: Haltung bleiben können, hey, ich möchte dich verstehen. Ich möchte für dich da sein und

00:08:39: gleichzeitig uns aber insofern abgrenzen und schützen können. Also der Unterschied ist

00:08:43: letztendlich oder der Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl ist tatsächlich so

00:08:48: diese innere klare Grenze, aber mit Herz und Liebe. Denn das war mir immer ganz besonders

00:08:54: wichtig. Ich wollte ja empathisch weiter sein. Ich wollte jetzt nicht gefüßkert sein und mich

00:08:59: von allen abgrenzen. Ich wollte für andere Menschen da sein, aber gleichzeitig wollte

00:09:04: ich mich auch so davor beschützen, dass ich da nicht reinstürze. Und das ist tatsächlich auch,

00:09:11: wenn wir uns Empathie einmal angucken, dass was Empathie ausmacht. Empathie bedeutet übersetzt

00:09:17: so viel wie ich spüre, was du fühlst. Also wenn du dich mit einer Freundin triffst und sie erzählte,

00:09:23: dass du gerade total liebes gekommen hast, dann spürst du in deinem Körper vermutlich dieses

00:09:28: Gefühl und wirst dann auch traurig und verzweifelt. Und ja, du gehst aus dem Gespräch raus mit deiner

00:09:34: Freundin und bist selber traurig und niedergeschlagen, obwohl es in dem Moment dich persönlich,

00:09:42: also dich als eigene Person gar nicht wirklich betroffen hat. Weil bei dir war ja vorher auch

00:09:48: alles okay oder du weißt wie ich das meine. Und Mitgefühl der Unterschied im Gegensatz dazu ist,

00:09:56: nämlich dass du zwar sagst, ich fühle mit dir, aber gleichzeitig bleibe ich bei mir. Das heißt,

00:10:03: du darfst traurig sein und ich geb dir hier auch den Raum, dass du traurig sein darfst und dass du

00:10:07: dich bei mir ausweihen darfst und deine Gefühle zeigen kannst und gleichzeitig bleibe ich bei mir.

00:10:13: Ich ziehe die Grenze, denn nur weil du traurig bist, muss ich es in dem Moment auch nicht sein. Und

00:10:20: da ist es auch so schön zu sehen, du kannst für andere Menschen da sein, ohne dass du dich emotional

00:10:29: komplett da reingeben musst. Und es ist auch so wichtig, dass du da den Schutz für dich ziehst,

00:10:34: dass du da so eine klare Grenze für dich selber ziehst oder eine Schutzmauer, weil wie gesagt,

00:10:40: wenn du immer mit anderen fühlst, dann bist du ja am Ende total auf der Strecke geblieben und

00:10:46: du hast so viele Gefühle und ja auch vor allem belastende Gefühle durch dich durchfließen lassen,

00:10:51: die dich so eingeengt haben. Und ja, wo du dann selber Dinge, Meinungen von anderen aufnimmst,

00:11:02: die in dem Moment ja aber gar nichts mit dir zu tun haben. Und ja, mit dem Wissen, dass ich das

00:11:10: beides dann an die Hand gekommen habe, bin ich dann ins Leben gestürzt und dachte mir dann

00:11:14: auch so, ja, aber wie setze ich das denn um? Wie schaffe ich es denn, vor anderen Leuten zu

00:11:19: stehen, ihnen mitgefühlt zu geben und gleichzeitig mich zu schützen, indem ich sage, hey, das sind

00:11:23: jetzt nicht meine Gefühle. Und ich fand, das war auch der größte Prozess. Und ich glaube auch,

00:11:29: das ist so individuell. Einmal, was da halt Ultravieh ausmacht, ist deine innere Haltung. Also,

00:11:36: dass du wirklich sagst, hey, ich fühle gerade mit dir, aber ich möchte es nicht fühlen. Ja,

00:11:42: dass du für dich die Klarheit hast, ich bin für diesen Menschen da und gleichzeitig schütze

00:11:47: ich mich selbst. Und dir das vielleicht auch immer wieder bewusst sagst, dir eine bewusste

00:11:51: Erinnerung schaffst. Und ich habe dann auch damit gearbeitet, dass ich so kleine Schutzrituale

00:11:57: für mich im Alltag eingeführt habe, was ich immer ganz toll finde, ist, wenn du dir zum

00:12:02: Beispiel ein ätherisches Öl zwischen deinen Händen machst und das dann so reibst und dir dann

00:12:08: quasi über deinen Kopf hinweg, über deinen ganzen Körper, so eine Art Schutzbubble machst,

00:12:14: wo du sagst, hier kommt nur Licht und Liebe rein. Also, dass du dir einmal wirklich visualisierst,

00:12:19: wie um dein Körper herum eine Schutzbubble um dich aufgebaut ist, die für dich da ist,

00:12:24: die dich beschützt, die dir den Raum gibt für andere dazu sein und gleichzeitig deine

00:12:30: Energie schützt, deine Grundhaltung, so wie du dich fühlst. Und damit habe ich sehr,

00:12:36: sehr viel und sehr gerne gearbeitet und auch da immer wieder in diesen Check-in zu kommen,

00:12:43: hey, wie fühle ich mich gerade, wie geht es mir gerade, bin ich gerade überhaupt noch in der

00:12:50: Lage, den Raum zu halten oder hat das gerade in mir wirklich was ausgelöst und ich kann

00:12:54: dieses Gespräch eigentlich gar nicht meiterführen. Und da sind wir bei dem allerwichtigsten Punkt,

00:13:00: den ich so, so oft vergessen habe und der mir so, so, so zum Verhängnis wurde. Ich war nämlich

00:13:06: immer empathisch für alle anderen und ich war immer für alle anderen da und ich habe mich

00:13:12: komplett vergessen. Und ich möchte so gerne, dass das dir das nicht passiert, im besten Fall,

00:13:17: deshalb ja, kann ich an dieser Stelle nicht oft genug betonen, wie wichtig Selbstempathie ist

00:13:25: und für mich, dass allergrößte Learning mit dem letzten Jahr ist, Selbstempathie ist wichtiger

00:13:32: als die Empathie für andere. Denn nur, wenn du selbst es schaffst, dir Empathie entgegenzubringen,

00:13:38: dir Verständnis entgegenzubringen, schaffst du es auch authentisch anderen gegenüber. Weil wenn

00:13:43: du es anderen gegenüber die ganze Zeit nur gibst und gibst und gibst und gibst und dein Tank

00:13:48: leer ist, hast du ja nichts mehr zu geben und irgendwann denkst du dir vielleicht auch oder

00:13:53: bist du irgendwann an dem Punkt, wo du dir denkst, ich kann das nicht mehr hören, ich kann die Leia

00:13:57: nicht mehr hören, weil du selbst deine Grenzen total missachtet hast. Deshalb ja, ist Selbstempathie

00:14:05: einfach das aller, aller wichtigste.

00:14:07: für mich die Basis von Selbstversorgung und Selbstliebe. Du kennst das zu 100 Prozent dieses Beispiel,

00:14:16: das wir immer aus dem Flugzeug hören. Das heißt, du hast dir die Sicherheitsmaske auf

00:14:22: und dann den Kindern und Menschen um dir. Weil nur wenn es dir selber gut geht, kannst du auch

00:14:27: anderen helfen. Du kannst dir das vorstellen wie ein Glas, wie ein Glas, das voll mit Wasser ist.

00:14:33: Und wenn du dann dieses Glas immer in andere Töpfe schüttest, du schüttest bei deiner

00:14:37: Freundin, was rein du schüttest bei deiner Arbeitskollegin, was rein du schüttest bei deinem

00:14:40: Partner, was rein, dann ist dein Glas leer. Und wenn du nicht anfängst dein Glas aufzufüllen,

00:14:45: dann bleibt dein Glas leer und du hast alle anderen Gläser gefüllt. Das heißt, alle anderen

00:14:50: fühlen sich jetzt besser, aber du fühlst dich schlecht. Und so soll es ja nicht sein. Vor allem,

00:14:55: wenn dein Glas leer ist, ist es leer, dann hast du auch nichts mehr, was du anderen noch geben

00:14:59: kannst. Weil dann kommen diese Gefühle von Frustration und Wut und du kannst das nicht mehr aushalten.

00:15:04: Deshalb ist Selbstempathie einfach so, so wichtig und so maßgeblich, dass du das für dich

00:15:12: durchführst, dass du guckst, hey, wie geht es mir gerade? Was beschäftigt mich gerade? Was lösen

00:15:17: diese Gespräche hier gerade überhaupt in mir und meiner inneren Welt aus? Und dann auch achtern,

00:15:23: damit zu sein, wo sind deine Grenzen? Sprich, wie weit kannst du dieses Gespräch führen? Wie

00:15:30: oft willst du dir etwas anhören? Ja, vielleicht kannst du da ja auch gucken, wie der Raum für dich

00:15:39: sein kann, wie du das besser ertragen kannst oder dass du sagst, okay, wir haben jetzt zehn Minuten

00:15:44: darüber gesprochen und es tut mir so leid, wie du dich fühlst. Gleichzeitig möchte ich gerade

00:15:50: auch ein bisschen auf mich achten, weil ich gerade merke, dass mich das auch mitnimmt. Lass

00:15:55: uns doch ein anderes Mal weiter drüber sprechen. Versuch da ja liebevoll in den inneren Torg mit dir

00:16:02: zugeht und ja liebevoll zu gucken, wie kannst du für dich weitermachen, damit du ja wieder ins

00:16:09: Geben kommen kannst und deinen Tank aufführen kannst. Und das hat einerseits ja was damit zu

00:16:15: tun, wie du die Grenze setzt in Gesprächen mit anderen, aber gleichzeitig auch was kannst du

00:16:20: für dich zu Hause tun oder für dich zu tun, wenn du Raum hast, um dich wieder in deine Energie zu

00:16:25: bringen sei es. Ja, vielleicht hast du ein Lied, das dich aufmunt hat. Ich habe tatsächlich ein Lied,

00:16:32: das mich überem Power hat und bestärkt und das funktioniert auch zu 99 Prozent, wenn ich es

00:16:37: höre. Ich habe das tatsächlich auch mit einer Handgäste verbunden, das heißt dieses Lied schafft,

00:16:43: das mich in eine bessere Stimmung zu bringen und über eine Bewegung mit der Hand so habe ich

00:16:48: geschafft, dass ich dieses Gefühl mir auch so aktivieren kann. Weil ich dann, wenn ich diese

00:16:54: Position mache, dass ich auf meine Brustklopfe, dann klinge ich mich quasi in die Energie wieder

00:17:01: rein von diesem Lied, von diesem Lied, das mir so viel Power gibt, das mir so viel Kraft gibt,

00:17:07: das mich wieder mit mir selber verbindet. Vielleicht ist es bei dir aber ja, dass du hast

00:17:13: ein anderes Lied oder du singst gerne mit oder du musst eine Runde dich ausschütteln und tanzen

00:17:20: oder vielleicht auch eine Runde Sport machen oder einfach mal nur eine Pause machen. Also wie gesagt,

00:17:26: geh achtsam mit dir um, guck, was dir in den Moment Kraft geben kann, was dir hilft, dich davon zu

00:17:32: wieder, Entschuldigung, was dir hilft, dich davon wieder zu erholen und mit dir in Verbindung zu kommen.

00:17:38: Und ja, die Leitfrage dazu ist gerade, was brauchst du gerade? Was brauchst du gerade,

00:17:48: damit es dir besser geht? Und wie gesagt, das ist der erste essenzielle Schritt, den du machen

00:17:54: kannst, den du machen solltest, um wieder in die Verbindung zu kommen, damit du anderen Menschen

00:17:59: dann auch dieses Mitgefühlen, dieser Empathie und Liebe geben kannst. Und ja, wenn mir anderen

00:18:07: Mitgefühl schenken, dann schenkst du ja auch ein Anteil von dir, du schenkst deine Aufmerksamkeit,

00:18:13: deine Präsenz, deine Energie und beim Mitgefühl geht es halt auch darum, dass du zuhörst, ohne

00:18:22: darüber zu urteilen, was du hörst und was mir da super geholfen hat, um noch mehr in diese Empathie

00:18:29: zu kommen, um noch mehr meine Stärke zu stärken, nachdem ich angefangen habe, erst mal auf mich

00:18:36: selber zu achten und meine Grenzen zu herauszufinden und mir wieder Energie zu geben, um wieder überhaupt

00:18:42: ins Leben zu kommen, waren tatsächlich die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation von

00:18:48: Marsha Rosenberg. Die haben mir tatsächlich so eine To-do-Anleitung mit an die Hand gegeben,

00:18:56: wie ich anderen Mitgefühlen und Empathie schenken kann. Und ja, ich sage jetzt lieber Mitgefühl,

00:19:03: weil wie gesagt Mitgefühl bedeutet für mich, dass ich mich erst um mich selber gekümmert hab

00:19:08: und dann jetzt bereit bin, aus meinem Tank von anderen was zu geben, Liebe zu schenken. Und ja,

00:19:15: wahres Zuhören ist einfach so ein Geschenk und das ist auch das, was in unserer Gesellschaft auch so

00:19:21: ein bisschen verloren geht. Oft hören wir nicht zu, sondern wir antworten einfach oder wir geben

00:19:26: unsere Antwort nur ab, um zu antworten. Also es geht gar nicht darum, was die Menschen wirklich

00:19:31: beschäftigt, sondern alle hauen nur ihre Antworten von links und rechts raus. Aber so ein richtig

00:19:35: tiefes Gespräch kommt dabei nicht zustande. Und ich bin ein absoluter Fan von tiefen Gesprächen

00:19:41: und ehrlichen Gesprächen, mich interessiert oft nicht, wo du deine Schuhe gekauft hast,

00:19:46: was du gestern so gemacht hast, sondern was hat dich bewegt? Was hat dich fühlen lassen? Was

00:19:51: hat dich beschäftigt? Das sind die Dinge, wo ich oft viel mehr einklinken kann, weil diese

00:19:57: oberflächlichen Dinge mich nicht so mitreißen. Nichtsdestotrotz, egal welches Thema du jetzt

00:20:06: natürlich gerade hast, geht es beim Zuhören halt, um deine Präsenz, die dem anderen zu geben,

00:20:11: wahrhaftig zuzuhören und nicht in deinem Kopf schon zehn Antworten zu haben auf die Dinge,

00:20:16: die die Person dir gegenüber sagt, sondern wirklich zuzuhören, aktiv mitzunehmen,

00:20:22: was diese Person beschäftigt. Und die vier Steps von der gewaltfreien Kommunikation sind einmal,

00:20:30: die mich da super unterstützt haben, in die Beobachtung zu kommen. Zweitens das Gefühl zu

00:20:36: benennen, drittens das Bedürfnis dahinter zu sehen und viertens in die Bitte zu kommen.

00:20:41: Und ich habe schon mal darüber gesprochen, was eine Beobachtung ist. Die Beobachtung ist frei

00:20:48: von Urteil, frei von deiner eigenen Meinung, sondern du siehst etwas und beschreibst es.

00:20:53: Zum Beispiel, wenn die Person dir gegenüber weint, dann könntest du sagen auch du weinst ja schon

00:21:02: wieder. Und das ist schon wieder vor allem, diese zwei Worte sind dein Urteil, weil was heißt denn

00:21:09: schon wieder, wie oft hat die Person davon geholten. Und wenn du eine Beobachtung hast,

00:21:13: dann sagst du genau, was du siehst. Ich sehe, du weinst gerade. Es sind zwei Sätze, die eine

00:21:21: komplett andere Bedeutung auf der emotionalen Ebene haben. Ich weiß nicht, wie es dir geht und

00:21:27: deshalb hat mir dieser Step auch so viel gebracht. Oft sagen mir diese Floskel, ja, ich verstehe

00:21:33: dich oder ich verstehe, was du meinst. Aber ich finde, das hat immer so, oder oft so einen

00:21:39: fiesen Beigeschmack, weil ganz oft hinter diesem Satz kommt ja auch ein Aber. Ich verstehe dich,

00:21:45: aber sprich, wenn du das mal so übersetzen würdest, bedeutet das ja auch, ich habe gehört,

00:21:51: was du gesagt hast, ich bin aber anderer Meinung. Und das ist nicht das Gefühl,

00:21:55: was ich übermitteln möchte. In manchen Situationen ist das, was ich sagen möchte,

00:22:00: aber es gibt auch viele Situationen, gerade wenn es um Menschen geht, die ich liebe, die mir nahestehen,

00:22:04: die ich wirklich helfen möchte in dem Moment, dann möchte ich nicht, dass ich sie verstehe,

00:22:11: aber sondern ich möchte, dass sie fühlen, dass ich verstehe, was gerade in ihnen vorgeht. Und da

00:22:17: haben mir die Schritte halt total geholfen. Das heißt erst mal in die Beobachtung zu gehen und das

00:22:21: kannst du vor allem auch mit dir in der Selbstempathie machen. Zum Beispiel, wenn du mit deiner Freundin

00:22:26: im Gespräch bist und sie erzählt dir was, was sie beschäftigt und du merkst, oh, irgendwas passiert

00:22:32: gerade in mir, dann kannst du erst mal in die Beobachtung gehen und für dich im Inneren sagen,

00:22:36: hey, ich beobachte gerade, ich bin verunsichert, wenn wir über dieses Thema reden. Okay, du hast

00:22:44: reinbeobachtet, da ist gerade was in meinem Körper, ich fühle mich irgendwie verunsichert.

00:22:48: Zweitens das Gefühl, okay, ich fühle mich, wie fühle ich mich denn? Ich fühle mich ängstlich,

00:22:55: weil ich nicht weiß, was ich sagen soll, ich fühle mich traurig, weil mich das Thema mit bewegt.

00:22:59: Und steig da einmal ein, guck, wie du dich fühlst und welches Bedürfnis dahinter steht. In dem

00:23:05: Moment, ich fühle mich unsicher, weil ich nicht weiß, was ich darauf antworten soll, weil mir und

00:23:12: jetzt kommt das Bedürfnis, was ist dir wichtig in diesem Moment? Wie ist in dem Moment vielleicht

00:23:16: wichtig, weil ich in die Verbindung kommen möchte, weil ich Fürsorge für dich haben möchte, weil du

00:23:23: mir wichtig bist, also Wertschätzung. Also du gehst erst in die Beobachtung, guckst dann,

00:23:30: welche Gefühle gerade in die Hochkommen und guckst dann, was dafür ein Bedürfnis hintersteht.

00:23:35: Also ich fühle das und das, weil mir das und das wichtig ist. Ich fühle das Gefühl, weil mir das

00:23:43: Bedürfnis wichtig ist. Und dann kannst du in die Bitte gehen. Bitte ist dein Komplett oder dein

00:23:50: Handlungsstep, den du dann hast zum Beispiel. Könnte die Bitte für dich sein, dass du deine

00:23:58: Grenzen siehst. Die Bitte könnte sein, dass du deiner Freundin das auch sagst. Du kannst deiner

00:24:03: Freundin ja sagen, hey, ich fühle mich gerade unsicher, weil ich habe Angst, das Falsche zu

00:24:07: sagen. Oder du fragst deine Freundin, was genau brauchst du von mir? Möchtest du, dass ich dir

00:24:12: zuhöre? Und dann kannst du auch da beobachte, sag, was du beobachtet hast. Frag nach, frag,

00:24:21: fühlst du dich gerade so und so. Frag nach, welches Bedürfnis offen sein könnte. Frag nach,

00:24:27: wie es in der inneren Welt der Person aussieht. Und dann hast du schon ein ganz anderes und viel

00:24:33: tieferes Gespräch, also es davor auf einer anderen Basis hätte sein können, als du mit dem

00:24:38: einfachen Satz "Ich verstehe dich" übermitteln kannst. Und das ist das, wo auch für mich wahre

00:24:45: Verbindung angefangen hat. Und auch da zu der Selbstempartie und Selbstfürsorge gehört es auch

00:24:52: zu gucken, bei wem bin ich denn überhaupt bereit wirklich ins Verständnis zu gehen. Du musst

00:24:56: nicht bei jeder Kollegin, bei jedem Menschen, die nur auf der Straße siehst, in dieses Selbsterständnis

00:25:02: reingehen. Du kannst das bei Menschen machen, die dir wirklich wichtig sind und in einem Raum

00:25:07: machen, in dem du dich sicher fühlst. Die hohe Kunst, am Ende in der Liebe zu bleiben, ist es dann

00:25:14: natürlich, wenn du schaffst, das auch in kleinen Alltagssituationen bei anderen Menschen zu machen.

00:25:18: Gleichzeitig gehört nicht dazu, dass du jeden Menschen verstehen musst. Also auch hier achte

00:25:24: auf deine Grenze. Und wenn du gerade nicht bereit bist für solche Gespräche, dann achte auch da

00:25:29: auf dich und guck, dass du eine Lösung finden kannst. Ja, für mich war das ein riesengroßer

00:25:35: Struggle und ich denke auch da bin ich noch mitten im Prozess und gleichzeitig durfte ich das schon

00:25:40: so für mich mitnehmen. Und ja, diese Selbstempartie ist halt auch immer wieder ein Step. Es ist immer

00:25:47: wieder einzuschicken und zu gucken. Und es gibt Momente, da läuft das halt auch gut. Und es gibt

00:25:52: Momente, da habe ich das dann halt auch mal für mich missachtet und dann, ja, darf ich gucken,

00:25:58: was kann ich denn jetzt daraus lernen? Oder es auch einfach anzunehmen und zu sagen, hey,

00:26:03: heute hat es nicht so gut geklappt. Aber nächstes Mal habe ich die Chance, dass es wieder klappt.

00:26:08: Nächstes Mal kann ich gucken, dass ich da wieder mehr in den Check-in für mich komme. Ja, genau,

00:26:14: wir haben heute sehr viel über Empathie und Mitgefühl gesprochen. Wir haben darüber gesprochen,

00:26:20: was ist der Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl? Empathie ist, ich spüre, was du gerade

00:26:25: fühlst, du merkst es in deinem eigenen Körper. Und Mitgefühl ist, ich fühle mit dir und ich

00:26:31: bleibe bei mir, also deine innere Trennlinie, deine innere Grenze mit Herz. Und ja, wir haben

00:26:38: darüber gesprochen, wie wichtig Selbstempathie ist und wenn es nicht sogar das Wichtigste ist. Und

00:26:44: wie du es vor allem auch schaffen kannst, wenn du möchtest, mehr in die Verbindung mit anderen

00:26:49: Menschen zu gehen, mehr ins Verständnis, ins wahre Verständnis zu kommen. Ja, mir hat das unheimlich

00:26:57: viel Verbindung und Freude gegeben, weil ich diese Tiefe mit anderen Menschen auch total wertschütze.

00:27:03: Und das hat sich dadurch in eine ganz andere Ebene von Freundschaft und von Verbindung einfach

00:27:09: entwickelt. Und Verbindung ist tatsächlich einer der Werte, die mir im Leben sehr, sehr wichtig sind.

00:27:14: Das ist aber, wie gesagt, auch total unterscheidend. Auch in dieser Folge hatte ich noch eine Karte

00:27:19: für dich mitgebracht. Und die würde ich dir auch so gerne nochmal vorlesen. Und auf dieser Karte

00:27:26: steht, ich lerne auf meine innere Herzensstimme zu hören, anstatt auf den Lernen von außen zu achten.

00:27:32: Und ja, Selbstempathie in einem Satz. Ich schreibe dir den gerne noch mal in die Show Notes. Ich

00:27:40: habe den auch tatsächlich eine Zeit lang als mein Hintergrund auf dem Handy gehabt, um mich immer

00:27:46: wieder daran zu erinnern, in die Selbstempathie zu gehen. Und ich hoffe, du konntest heute was für

00:27:50: dich aus dieser Folge mitnehmen. Wenn du Lust hast, teils super gerne in den Kommentaren oder in der

00:27:55: Nachricht an mich, wie dir die Folge gefallen hat, ob da ein Learning für dich mit dabei war. Und ja,

00:28:03: ich freue mich so, so doll, dass du heute hier dabei warst und zugehört hast. Ich freue mich,

00:28:08: dich ganz bald wieder zu hören. Und bis dahin, shine on, weil dein Strahlen die Welt braucht. Deine

00:28:13: Annalena.

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