Folge 009 - Vom Belohnen zum echten Nähren - Wie du den Unterschied zwischen Selbstbelohnung und Selbstfürsorge erkennst

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit dir über ein Thema, das mich in den letzten Wochen selbst sehr beschäftigt hat: Warum wir uns – oft unbewusst – ständig selbst belohnen. Sei es durch Essen, Serien, das Handy oder Shopping. Ich erzähle dir, was ich bei mir selbst beobachtet habe und warum das Thema Bedürfniserfüllung eine große Rolle spielt.

Du erfährst: ✨ Warum viele Frauen (so wie ich) gelernt haben, erst zu leisten – und sich dann zu „belohnen“ ✨ Wie emotionales Essen mit alten Mustern zusammenhängt ✨ Warum das bloße Erkennen von Bedürfnissen oft nicht reicht – und was du dann machen kannst ✨ Wie du aus dem ständigen "Funktionieren-Müssen" liebevoll aussteigen kannst

💛 Meine Einladung an dich: Welche „Belohnung“ gibst du dir im Alltag – und welches echte Bedürfnis könnte vielleicht dahinter stecken?

Teile deine Erkenntnisse so gerne hier mit mir in den Kommentaren.

Wenn du jemanden kennst, dem diese Folge helfen könnte: Teil sie gern weiter 💌

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo, du Herzensmensch und herzlich willkommen bei SoFull and Shine.

00:00:07: Ich freu mich so, dass du heute wieder hier bist, dass du reinhörst, dass wir die nächste

00:00:12: Zeit zusammen verbringen.

00:00:13: Ich hoffe, du hast heute schon einen ganz tollen Tag gehabt und falls nicht, dann schicke

00:00:18: ich dir jetzt ganz viele gute Energie und hoffe, dass du in dieser Folge schaffst, ein

00:00:23: bisschen mehr bei dir selbst anzukommen, den Alltag einmal hinter dir lassen kannst und

00:00:29: ja, ich wünsch dir auf jeden Fall viel Spaß beim Reinhören.

00:00:33: Heute habe ich ein Thema mitgebracht, was mich die letzten Wochen noch ein bisschen

00:00:38: beschäftigt hat und zwar geht es um das Thema Selbstbelohnung und ich habe bei diesem Thema

00:00:47: eine ganz große Reise schon hingelegt, sei es zum Thema emotionales Essen.

00:00:52: Emotionales Essen ist ja oft auch eine Belohnungsstrategie, sei es aber auch, dass ich in der Begleitung

00:00:59: meines Sohnes darauf verzichtet habe auf Belohnung und Bestrafung.

00:01:03: Das heißt, ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, eine Haltung einzunehmen, wo ich

00:01:08: nicht meinem Sohn sage, wenn du das und das tust, dann bekommst du das und das im Nachhinein

00:01:13: oder wenn du das und das nicht tust, dann passiert dir das und das im Nachhinein.

00:01:17: Das sind Dinge, wo ich versuche, vollkommen darauf zu verzichten und ja, ich hatte dann

00:01:25: die folgende Situation, dass ich einen super anstrengenden Tag hatte, ich saß abends

00:01:30: auf dem Sofa und habe meine Serie angemacht und hatte mein Eis auf dem Schoß und saß

00:01:34: dann da und hat mir das Eis gegönnt und in dem Moment wurde mir so klar, oh shit, du

00:01:41: sitzt hier gerade und du belohnst dich so was von selber dafür, dass du so einen anstrengenden

00:01:45: Tag hattest und dann saß ich da erst mal und darauf musste ich erst mal kurz klarkommen,

00:01:50: weil ich mir dachte, das kann doch nicht angehen, ich habe doch eigentlich gesagt, ich möchte

00:01:53: so auf Belohnung und Bestrafung verzichten und trotzdem kann ich beobachten, wie ich

00:01:58: gerade permanent dabei bin, mich selber zu belohnen und das auch wirklich regelmäßig.

00:02:04: Ich habe dieses Jahr sehr, sehr vieler Zahnarzttermine gehabt und Zahnarzt ist für mich etwas herausfordernd.

00:02:12: Ich habe ein bisschen Angst vor dem Zahnarzt, wurde da Gott sei Dank toll begleitet und

00:02:17: habe aber auch für mich gemerkt, nach jeder Zahnarztbehandlung bin ich erst mal zum

00:02:20: Bäcker und habe mir was gegönnt, ja, weil ich habe ja heute auch so toll durchgehalten

00:02:26: und gleiche Situationen war es dann abends bei mir auf dem Sofa, mein Mann ist oft geschäftlich

00:02:31: unterwegs, das heißt ich bin auch öfter tagsüber mit meinem Sohn alleine oder dann den ganzen

00:02:38: mehrere Tage am Stück und ja, ich saß dann da und habe dann Revue passieren lassen,

00:02:44: hey, wow, heute war so viel los, ich war gestresst, das und das ist noch passiert und das und

00:02:48: das kam unheimlich vorher gesehen und dann sitze ich hier auf dem Sofa und belohne mich

00:02:53: tatsächlich selber, obwohl ich für mich gesagt habe, das ist etwas, was ich nicht mehr machen

00:02:58: möchte.

00:02:59: Ja, der erste Schritt ist immer zu erkennen und das liebevoll anzunehmen oder im besten

00:03:05: Fall liebevoll, es muss nicht immer liebevoll sein, aber in dem Moment habe ich es bemerkt

00:03:10: und habe mir dann auch viele Gedanken gemacht und habe mir erst mal bewusst gemacht, hey,

00:03:16: was sind denn das für Momente, wo ich mich tatsächlich selber belohne?

00:03:19: Ich habe oft gemerkt, oder ich habe ja damals schon eine große Reise mit dem emotionalen

00:03:27: Essen gehabt und ich finde, das ist halt auch nie in einem Prozess, weil du immer wieder

00:03:31: eincheckst und Stress ist ja etwas, was so alltäglich in unserem Alltag ist, was so oft

00:03:38: da ist, was wir auch gar nicht immer steuern können, dementsprechend ist dieses Thema

00:03:45: ja auch nie beendet und dann war ich etwas schockiert, dass es dann tatsächlich so war

00:03:52: und was wir mit diesem Belohn halt auch so machen ist, dass wir über unsere eigenen Bedürfnisse

00:03:58: rübergehen.

00:03:59: Sprich, ich habe gerade ein unerfülltes Bedürfnis und das missachte ich jetzt, weil das ist

00:04:06: ein bisschen anstrengender da hin zu gucken und stattdessen greife ich lieber zum Eis

00:04:10: zur Schokolade oder sonst was, um mit meinem Nervensystem einen kurzen Kick zu geben, denn

00:04:17: diese Belohnungssysteme sind für unser Nervensystem regulierend.

00:04:21: Das heißt, ein kurzfristiger Effekt ist da, dass wir uns besser fühlen und warum auch

00:04:27: in dem Moment die Belohnung ja auch so funktioniert nach außen hin.

00:04:32: Das Problem ist, das Bedürfnis, dass wir dabei übergehen und das Gefühl, dass wir vielleicht

00:04:37: fühlen sollten, übergehen wir ja und so bleibt es halt nur kurzfristig, weil das Bedürfnis

00:04:44: und das Gefühl weiterhin unerfüllt sind.

00:04:46: Und was ich so für mich rausgefunden habe, ist, dass wir den Selbstwert ja auch oft mit

00:04:56: Leistung verbinden.

00:04:57: Es ist in einerseits etwas damit zu tun, dass unser Selbstwert sehr damit verknüpft ist,

00:05:02: was wir an Leistung erbringen, gerade in unserer Gesellschaft ist es ja so, dass da ordentlich

00:05:08: Leistungsdruck ist, dass wir viel von dem, wer wir sind und was wir sind, mit unserer

00:05:13: Leistung verknüpfen.

00:05:14: Andererseits hat es aber auch etwas damit zu tun, dass wir in der Kindheit so groß

00:05:18: geworden sind, dass wir aufgewachsen sind, damit dass wir Belohnung und Bestrafung bekommen

00:05:23: haben.

00:05:24: Und wenn wir natürlich belohnt wurden, dann haben wir ein positives Gefühl von unseren

00:05:28: Eltern bekommen.

00:05:29: Dann haben wir gedacht, oh ich habe jetzt ja was gut gemacht oder oh ich werde von meinen

00:05:33: Eltern geliebt und dementsprechend ist das für unser Nervensystem in dem Moment etwas

00:05:42: Beruhigendes, etwas Angenehmes und der Knackpunkt dahinter ist halt, dass wir uns anpassen,

00:05:49: dass wir in dem Moment gar nicht aus unserer eigenen Motivation herausleben, also intrinsisch

00:05:54: motiviert beziehungsweise, dass wir gar nicht authentisch sind, sondern dass wir unsere

00:05:59: Leistung an andere anpassen, um dann am Ende eine Belohnung zu erhalten.

00:06:05: Oder dass wir in diesen Leistungsdruck geraten, in diesen Struggle, ich muss immer mehr leisten

00:06:09: und ich muss immer mehr leisten, weil ich mich sonst nicht wertvoll führe oder weil ich

00:06:13: noch keine Belohnung bekommen habe und dementsprechend, ja, bist du gar nicht mehr mit dir in Verbindung,

00:06:19: du bist gar nicht mehr, du achtest weder auf dich und deine Bedürfnisse und deshalb fühlt

00:06:23: es sich auch oft an, als würdest du gerade kämpfen, als würde es einfach gar nicht

00:06:27: aufhören.

00:06:28: Und was wir genau tun können, wenn wir uns selbst belohnen oder wenn uns aufhält, dass

00:06:37: wir uns selbst belohnen, oder auch wenn du merkst, dass du vielleicht dich auch mit

00:06:41: Essen selber belohnst, also dass du gerade in dieses emotionale Essen reingehst und

00:06:47: du aber merkst, das tut mir gerade in dem Moment nicht gut, denn wenn wir uns belohnen

00:06:52: wird und unserem Körper Dopamin ausgestoßen und das wirkt sich erstmal positiv aus, das

00:06:59: fühlt sich toll an, das ist ein angenehmes Gefühl, aber wie gesagt, was ich vorhin schon

00:07:03: sagte, der Knackpunkt ist, dass unser Bedürfnis und unser Gefühl trotzdem noch offen sind.

00:07:08: Und dass es langfristig sich wieder einholen wird und wir uns langfristig einfach nicht

00:07:12: besser fühlen.

00:07:13: Und gerade wenn du das auch mit dem emotionalen Essen kennst, oft essen wir dann auch Dinge,

00:07:19: die uns gerade nicht gut tun oder wir essen, obwohl wir gerade keinen Hunger haben, sprich

00:07:23: unser Körper agiert da ja auch ganz anders drauf, das heißt letztendlich fühlt es sich

00:07:30: einfach nur stressig an für unseren Körper.

00:07:33: Und ja, ich habe mir dann bewusst gemacht, dass ich mich halt auch selbst belohne und

00:07:41: habe das erstmal schlucken müssen und musste damit erstmal ein bisschen umgehen, um so

00:07:46: zu sehen, hey, poh, das ist jetzt schon ganz schön doof.

00:07:51: Was mache ich denn, um aus dieser Situation wieder rauszukommen?

00:07:54: Und ich habe mir dann so ein paar Gedanken gemacht, habe auch so ein bisschen recherchiert

00:08:00: und bin dann natürlich auf die Antwort gekommen.

00:08:03: Es war ganz offensichtlich, dass der Schlüssel darin liegt, diese Belohnung hinter sich zu

00:08:10: lassen ist a) in die Selbstempathie, in Selbstmitgefühl zu gehen und b) aber auch in die seine Bedürfniserfüllung

00:08:18: zu gehen, also zu gucken, hey, welches Bedürfnis oder welches Gefühl möchte denn hier gerade

00:08:22: gehört werden.

00:08:23: Und als ich das dann so gelesen habe, war das in dem Moment für mich so ein bisschen,

00:08:28: mache ich doch eigentlich, also ich achte ja auf meine Bedürfnisse, total unbefriedigend,

00:08:35: bis mir bewusst wurde.

00:08:36: Ja, anscheinend achte ich ja in dem Moment nicht darauf.

00:08:44: Anscheinend ist da ja ein Bedürfnis, dass ich gerade nicht beachtet habe und anscheinend

00:08:49: habe ich das in dem Moment schon wieder so mit der Leistung verknüpft, dass ich nicht

00:08:53: genug gegeben habe, nicht genug darauf geachtet habe, dass es mich wieder total emotional mitgerissen

00:08:59: hat, gestresst hat.

00:09:00: Und ja, ich habe das dann aber, nachdem ich mich da durchgefügt habe, nachdem ich aber

00:09:07: auch anerkannt habe, hey, das ist gerade was, was mich dann doch beschäftigt, ich möchte

00:09:12: das eigentlich nicht und ich merke, dass hier gerade aber auch Wut ist, ich merke, dass

00:09:16: hier Frustration und Enttäuschung ist und gleichzeitig habe ich es als Einladung gesehen,

00:09:21: gesagt, hey, hier ist aber was, was sich ändern kann, mir ist es sehr aufgefallen, ich bin

00:09:25: jetzt in der Position, dass ich sagen kann, das ist etwas, was ich in meinem Leben nicht

00:09:29: mehr so möchte oder nicht mehr in der Häufigkeit möchte, dementsprechend, ja, merke ich ja

00:09:35: auch im Alltag, wenn ich sehe, welche Bedürfnisse sind denn die, die gerade unerfüllt sind und

00:09:42: ich achte da im Alltag mehr drauf, dass ich ja auch auf meinen kompletten Alltag auswirken

00:09:47: kann.

00:09:48: Denn dadurch, dass ich die Bedürfnisse gesehen habe und dann im besten Fall auch erfüllt

00:09:53: habe oder na, es muss ja gar nicht so nach Prozent sein, aber beachtet habe mein Mitgefühl

00:10:00: gesendet habe.

00:10:01: Allein dadurch schaffe ich es ja im Alltag auch wieder mehr bei mir anzukommen und in

00:10:05: der Ruhe zu kommen und gar nicht erst in die Situation zu kommen, dass ich mich unbedingt

00:10:10: belohnen muss, denn vielleicht war der Tag dann dadurch, dass ich meine Bedürfnisse

00:10:13: vorher schon erfüllt habe, ein bisschen weniger stressig und ich habe abends gar nicht mehr

00:10:18: dass ich mich jetzt für meine Leistung belohnen muss. Und auch da möchte ich noch mal darauf hinweisen,

00:10:23: dass gerade wir Frauen in unserer Gesellschaft sehr nach Leistung erzogen werden oder nicht nur von

00:10:31: den Eltern, sondern einfach gesellschaftlich. Unser gesellschaftliches Muster ist, dass die

00:10:36: Frauen fürsorglich sind, dass die Frauen sich erst um andere kümmern, dass Frauen oft erst an

00:10:41: letzter Stelle stehen mit ihren eigenen Bedürfnissen, weil da sind erst die Kinder, da ist noch der

00:10:47: Ehemann, dann hast du da vielleicht noch einen Job, um den du dich kümmern darfst. Und wo passt du

00:10:51: denn da am Ende noch hin? Also wann sollst du denn noch Zeit haben, sich um dich selbst zu kümmern?

00:10:56: Das ist ja auch auf der Struggle, dass wir ja auch dahin kommen, dass wir es nicht schaffen,

00:11:02: unsere Bedürfnisse zu beachten oder zu sehen oder zu erfüllen, weil wir einfach überfordert sind mit

00:11:09: dem, was wir am Tag zu leisten haben, weil wir einfach total im Stress sind oder einfach manchmal

00:11:15: auch gar nicht mehr die Energie da ist. Und ja, es ist so wichtig, dass du da für dich auch da

00:11:21: hinschaust und das anerkennst. Hey, du hast hier gerade verdammt viel zu leisten, egal ob du

00:11:28: jetzt Kinder hast oder nicht. Du hast hier gerade verdammt viel zu leisten und es ist wirklich die

00:11:33: Meisterklasse zu gucken, wie es dir geht. Und gleichzeitig möchte ich dich da auch so ein bisschen

00:11:38: ermutigen, denn zu gucken, wie es dir geht, ist das allerwichtigste, was du zuerst machen solltest,

00:11:45: weil wenn du guckst, wie es dir gerade geht, dann hast du ja auch erst die Power, die anderen

00:11:50: Steps durchzuführen, also dich um deine Kinder zu kümmern oder deinen Job, je nachdem, wo du

00:11:55: gerade im Leben stehst, dich um deinen Partner und Freundschaften zu kümmern. Also auch da guck,

00:12:02: dass du selber dich mehr priorisierst, damit du dann auch mehr Power, mehr Kraft, mehr Energie für

00:12:10: dein Alltag hast und damit du aber auch ehrlich an andere rausgeben kannst und sich dein Alltag nicht

00:12:16: immer nur nach einem Marathonlauf anfühlt, als ob du jetzt am Ende des Tages alles geschafft

00:12:22: haben musst und ein Ziel kommen musst. Nee, ganz oft machen wir auch so viele Dinge, also mich

00:12:27: auch total eingeschlossen, die einfach überhaupt nicht wichtig sind, so wie der Haushalt. Also

00:12:33: natürlich Grundhygiene, super, brauchen wir gar nicht drüber sprechen, aber wenn dein Hund,

00:12:39: deine Katze, dein Kind oder dein Partner oder du selbst die Wohnung verwüstet hast, aber der

00:12:45: ganze Tag, wenn du du es voll gepackt bist, die gerade wichtiger sind, dann hat der Haushalt keine

00:12:49: Priorität und dann dürfen wir den auch mal hinten anstellen. Ich glaube jeder von uns weiß es und

00:12:54: jeder von uns kennt aber auch den Druck, wie es ist, wenn du innerlich aufgewühlt bist und dein

00:12:58: Haushalt gerade im Chaos versinkt. Ja, aber auch da, was noch so als nächster Punkt, wo wir so

00:13:10: als Frau hinzu erzogen sind, dass wir durchhalten müssen, dass wir durchhalten müssen, alles schaffen

00:13:15: zu müssen, dass wir nur eine gute Frau sind, nur eine gute Mutter sind, nur eine gute Hausfrau sind,

00:13:22: wenn wir alles geschafft haben. Aber es ist gar nicht möglich und es sollte auch nicht dein Ziel

00:13:27: sein, dein Ziel sollte nicht sein, dass du alles in deinem Alltag schaffst, dein Ziel sollte sein,

00:13:31: dass es dir gut geht, denn wenn es dir gut geht, dann fängst du auch an, dass es den anderen gut

00:13:36: gehen kann. Naja, wir waren jetzt auf jeden Fall an dem Punkt, dass wir Belohnung machen, um unser

00:13:45: Gefühl und unser offenes Bedürfnis zu überspringen, damit wir einen kurzfristigen Kick bekommen und

00:13:49: dass es aber für dich und dein Nervensystem viel, viel, viel sinnvoller ist, wenn wir nicht darüber

00:13:56: hinweggehen, das Bedürfnis anzugucken. Und mich hat das total frustriert, dass ich ja in dem

00:14:02: Moment nicht gesehen habe, dass mein Bedürfnis offen war und dass ich deshalb in die Belohnung

00:14:09: gegangen bin und ich habe mich auch ein bisschen gefühlt, als würde ich versagen. Dabei, und das

00:14:14: kann ich jetzt auch erst, nachdem ich das einmal durchgefühlt habe, sagen, ja, es ist so wichtig,

00:14:21: da anerkennen zu kommen, einfach das zu sehen und zu sehen und es dann als Einladung zu nehmen.

00:14:27: Hey, ich habe hier gerade die Chance, ich habe hier gerade gesehen, mein Bedürfnis ist unerfüllt,

00:14:32: ich darf mich jetzt darum kümmern. Und dann geht es im nächsten Step darum, dass du dein Nervensystem

00:14:38: beruhigt bekommst, langfristig, also dass du dir statt einer Belohnung nimmst, eine Selbstfürsorge,

00:14:46: wie kannst du zum Beispiel das Bedürfnis erfüllen? Welches Bedürfnis ist da überhaupt gerade auch

00:14:51: offen? Kannst du so ein bisschen wie ein Detektiv rangehen und gucken, hm, okay, heute war ziemlich

00:14:55: stressig, ich habe das, das, das geschafft, okay, vielleicht könnte mir mithilfe, Hilfe gerade ein

00:15:01: offenes Bedürfnis sein, vielleicht könnte es aber auch Pause und Ruhe sein, vielleicht brauche ich

00:15:05: aber auch Anerkennung dafür, was ich heute alles geleistet bin oder wo ich stark geblieben bin

00:15:11: oder, ja, was ich heute richtig toll gemacht habe, vielleicht brauche ich aber auch Verbindung oder

00:15:21: Geborgenheit und gerade mal nur Umarmung, weil heute wirklich für mich emotional stressig war.

00:15:26: Und da dann zu gucken, wie kannst du dir dieses Bedürfnis erfüllen? Ich persönlich bin ein

00:15:32: riesengroßer Fenderfront, dass wir für unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse verantwortlich sind,

00:15:37: sprich, dass es in erster Linie keine andere Person braucht, die uns dieses Bedürfnis erfüllt.

00:15:41: Gleichzeitig darfst du aber auch dein Partner fragen, hey, bist du bereit, mir eine Umarmung

00:15:46: zu schenken, weil ich hatte heute einen echt harten Tag, aber auch da bist du nicht darauf

00:15:51: angewiesen, dass ein anderer Mensch dir dieses Bedürfnis erfüllt, sondern du bist dafür

00:15:56: selber zuständig. Und das kann dann sein, dass du dir zum Beispiel eine Selbstumarmung schenkst

00:16:02: oder dich vielleicht unter eine Heitstecke oder eine richtig kuschelige Decke liegst und dich

00:16:06: einmuckelst und dir damit Geborgenheit und Entspannung vielleicht auch schenkst. Das kann

00:16:11: sein bei Hilfe, wenn du statt, entweder dein Partner fragst, ob er bereit ist, dir zu helfen,

00:16:18: wenn du aber weißt, okay, der hat gerade selber genug um die Ohren oder das würde eine Diskussion

00:16:23: auslösen, dass du guckst, was würde mir denn Hilfe verschaffen, würde es mir vielleicht Hilfe

00:16:27: verschaffen, wenn ich die Wäschel heute liegen lasse, wenn ich mit meinem Kind heute mal draußen,

00:16:33: weil ich nicht irgendwo spazieren gehe, wo mein Kind oder mein Tier oder wer auch immer sich frei

00:16:39: bewegen kann und ich deshalb ein bisschen runterfahren kann, würde es mir helfen. Ja, wenn ich die

00:16:45: geschülten Geschirrspiele heute nicht aufräume, also trifft deine klare Entscheidung für dich,

00:16:50: wo kannst du Entlastung in deinem Alltag schaffen und spiel rein, was du gerade an Bedürfnissen

00:16:56: offen hast und was du wirklich brauchst, was es wirklich ist, was dir gerade für den Moment gut

00:17:01: tut. Und dann beobachte auch gerne, wie sich das verändert, wenn du das Bedürfnis angesehen hast,

00:17:10: denn du hast das Bedürfnis einmal erfüllt, das heißt ja nicht, dass es die nächsten Wochen und

00:17:14: Tage wieder nicht auftreten kann, das ist ja auch die Frage, wie leer ist dein Bedürfnis tankt

00:17:19: gewesen und das ist auch so cool und so individuell, weil jeder seinen eigenen Weg finden kann, also

00:17:26: nur du weißt, was es dir gerade wirklich gut tut und nur ich weiß, was mir persönlich gerade

00:17:32: wirklich gut tut und gerade im Internet findest du da so so so coole, tolle Sachen, sei es über

00:17:39: Meditationen, die helfen können, sei es wie gesagt ein Spaziergang an der frischen Luft, sei es,

00:17:46: dass du eine Runde tanzt und singst, dass du klare Entscheidungen triffst, wo du dir Entlastung

00:17:52: holen kannst, dass du eine Entscheidung triffst oder andere Menschen ansprichst, ob sie bereit sind,

00:17:57: dir zu helfen. Also ich lade dich da ein einmal einzutauchen und zu gucken, was würde dir gerade

00:18:04: gut tun. Ja, die ganz große Frage hier in dem Podcast, was würde dir jetzt gerade gut tun und

00:18:13: sie trifft einfach auf so viele Dinge zu, denn wenn du dich belohnst, ist ja erst mal die Frage,

00:18:22: was belohnest du da gerade? Also was ist es gerade wert, dass ich belohnt werde und dass du da dann

00:18:30: wirklich reintauchst, reingehst, was wird hier belohnt, warum möchte ich es belohnen, was brauche

00:18:37: ich gerade wirklich, damit es mir besser geht. Und ich hoffe so, so, so sehr, dass du mir noch so

00:18:45: geholfen hat, war das Bild. Unser Selbstwert ist immer gleich so an eine Leistung geknüpft und

00:18:50: eine Belohnung ist wie ein Pflaster, dass du da kurzfristig draufklebst und dieses Pflaster hilft

00:18:55: vielleicht ganz kurzfristig, sorgt aber nicht unbedingt dafür, dass diese Wunde jetzt verheilt.

00:19:00: Also schau lieber, was kannst du zur Heilung deiner Wunde beitragen, als nur ein Pflaster drauf zu

00:19:06: kleben. Und passend dazu habe ich eine Karte mitgebracht und ich lese die einmal vor. Auf der

00:19:15: Karte steht, mein Schatten gehört ebenso zu mir wie mein Licht. Es sind die beiden Seiten,

00:19:21: die mich vollständig machen. Ja, wenn uns was auffällt, dass gerade etwas schief läuft in

00:19:28: unserem Leben oder nicht so läuft, wie wir es gerne hätten, es ist immer eine Einladung auch

00:19:33: zu gucken, hey, welches Licht bringt es uns mit? Was kann ich denn aus dieser Situation lernen für

00:19:38: mich? Was kann ich denn in die Veränderung kommen, damit es sich stimmig anfühlt? Und ich hoffe so,

00:19:45: so sehr, dass dir ja dir die Folge ein bisschen geholfen hat. Vielleicht merkst du auch, dass du

00:19:52: ab und zu emotional ist, dass du dich selbst belohnst und dass das eigentlich gar nicht das ist, was

00:19:57: du jetzt in dem Moment gerade brauchst und ich möchte dich so ermutigen, einmal loszugehen für

00:20:02: dich und zu gucken, was brauchst du gerade wirklich und was ist das, was dir helfen würde? Und wenn du

00:20:09: Lust hast, dann teil doch gerne in den Kommentaren oder Privatnachricht an mich, wie es dir mit dem

00:20:14: Thema geht, ob du dich manchmal selber belohnst, was da bei dir hintersteckt und was dir vielleicht

00:20:19: auch als Strategie hilft, um deine Bedürfnisse zu erfüllen. Und ja, ich freue mich so so,

00:20:25: dass du da warst, dass wir die Zeit zusammen verbracht haben und ich freue mich, dich in

00:20:29: der nächsten Folge wiederzusehen. Bis dann, schein on, weil dein Strahl in die Welt braucht, deine Annalena.

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